So etwas hat's noch nie gegeben!
DAS ist eine Aktion, die hat die Welt noch nicht gesehen! Im August 2007 kamen ein paar Computer-Freaks von der Linux User Group Flensburg e. V. auf uns zu und fragten uns, ob wir ihnen nicht "etwas Synchronschwimmen" beibringen könnten?!

Was wollten die von uns? "Etwas Synchronschwimmen"? Das wäre ja ungefähr so wie "etwas schwanger". Wir haben die ehrlich gesagt für völlig verrückt gehalten, zumal es sich bei der Truppe ausschliesslich um - teilweise schon "etwas betagte" - Jungs handelte und Männer und Synchronschwimmen, das geht doch irgendwie gar nicht...

Das gab ein riesen Gekicher und wir wurden von unserem eigenen Training ziemlich abgelenkt, als Michaela, eine der "Synchro-Muttis" dann versuchte, den Typen die Grundlagen unseres Sports beizubringen. Auf der Stelle paddeln, kopfwärts, fusswärts, Wassertreten, Torpedo und vieles mehr. Bereits am ersten Trainingstag, am 20. August, waren einige der Jungs soweit, dass sie dachten, dass überleben sie nicht und der ein oder andere hat in der einen Stunde fast das Schwimmbecken leergetrunken, soviel Wasser wurde geschluckt.

Die Flensburger Blei-Enten - Close to perfection
Die Flensburger Blei-Enten - Close to perfection Tja, wir konnten es wirklich nicht glauben, aber die zogen das tatsächlich durch: Immerhin hatten sie ein Versprechen einzulösen, denn sie hatten aus einer Bierlaune heraus zugesagt, im Mai 2008, beim sogenannten "LUG Camp", quasi einer grossen Linux-LAN-Party, tatsächlich Synchronschwimmen vorzuführen. Wenn man überlegt, wieviele Jahre wir trainieren müssen, um das zu zeigen, was wir heute können, dann war der Anspruch der Typen schon ziemlich sportlich.

Trotzdem hielten sie tapfer durch, auch wenn Michaela ihnen häufig vorkam wie ein Sklaventreiber. Und wie ihr links sehen könnt, kam es natürlich immer wieder mal vor, dass der ein oder andere der Jungs fast gestorben wäre.

Anfangs kamen sie nur ab und zu einmal unseren offiziellen Trainingsstunden, heimlich trainierten sie aber unter Michaela's Anleitung noch an anderen Tagen während der normalen Öffnungszeiten im Schwimmbad. Die Schwimmer, die dann mit ihnen gleichzeitig im Hallenbad waren, die haben sicherlich auch mehr als merkwürdig geguckt, als sie den Jungs, die sich selbst mittlerweile den Namen "Flensburger Blei-Enten" gegeben hatten, bei ihren Bemühungen beobachten "durften".

Anfang 2008 ging es dann richtig los und die Blei-Enten kamen immer öfter auch zu unserem offiziellen Training und wurden für die Aktion sogar Mitglieder in unserem Stammverein TSB Flensburg e.V.. Und immer wieder musste eine von uns ihnen neue Figuren vorführen und dann folgte üben, üben, üben...

Und irgendwann fingen die Übungen, die die Jungs machten, dann auch tatsächlich an, zumindest halbwegs wie Synchronschwimmen auszusehen und das mittlerweile monatelange Training zeigte seine erste Wirkung. Die regelmäßigen Krämpfe der ersten Monate kamen seltener und Wasser geschluckt wurde auch nicht mehr soviel. Doch damit nicht genug: Sie fingen tatsächlich an, untereinander "Fachgespräche" zu führen und benutzten "Vokabeln", die sie vor einiger Zeit noch gar nicht kannten. Das trotzdem der Spass nicht zu kurz kam, dass versteht sich natürlich von selbst und als die dann wie wir vor dem Training mit Stellproben anfingen - und das sogar in aller Öffentlichkeit auf dem Platz vor dem Hallenbad - da hatte dann auch die letzte von uns kapiert, dass die das wirklich ernst nahmen und peinlich war ihnen dieser bis vor einiger Zeit auch von ihnen nur müde belächelte "Mädchensport" schon längst nicht mehr... Die Flensburger Blei-Enten - Close to perfection
Nun haben wir fast das magische Datum erreicht und die "Flensburger Blei-Enten" gehören irgendwie schon fest dazu. Wir sind schon alle ganz gespannt, wie die Show "unserer Enten" ankommen wird. Einige von uns sind ja bei dem Event dabei und werden den Zuschauern nach der Blei-Enten-Show dann mal zeigen, was wir so drauf haben.


© Copyright 2008-2010 TSB Flensburg - Synchronschwimm Sparte; Layout und Realisierung: Linux User Group Flensburg e.V.